Zum Programm Sept. – Dez. 2019

Hochverehrtes Publikum, liebe Leute, 

1 Kulturzentrum + 3 Veranstaltungsräume + 5 hauptamtliche Techniker
+ 7 Betriebstage pro Woche + 9 Mitarbeiter in der Verwaltung lt. Stellenplan (neben weiteren dienstbaren Geistern) = 25 Jahre Kulturhaus Osterfeld! 

Vor meinem geistigen Auge ziehen unzählige Eindrücke und Erfahrungen vorbei, wenn ich diese Ära Revue passieren lasse: Die neun Jahre vor 1994, in denen das Osterfeld unter der Moderation des Pforzheimer Kulturrats politisch durchgesetzt werden musste, die vielen samstäglichen Arbeitseinsätze auf der Baustelle, die Gründungen von Förder- und Trägerverein, letzterer zusammengesetzt aus Penn-Club 2000 und Amateurtheaterverein, die feier-
liche Eröffnung am 2. September 1994,  die lange Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten, Aufführungen, Ausstellungen, Kursen und Workshops, die zahllosen Begegnungen mit interessanten Leuten – Artistinnen und Musikern, Kleinkünstlern und Tänzerinnen, Darstellerinnen und Sängern, Besuchern und Nutzerinnen auf und hinter der Bühne, im Zuschauerraum, im Foyer oder im Comedia – die vielen Sitzungen und Besprechungen im Haus, im Rathaus und anderswo, Tausende von Texten, die verfasst und zum Teil wieder verworfen wurden, die weiteren Ausbauphasen im Großen Saal, Malersaal und 4. OG bei laufendem Betrieb, die Personen – Künstler und  Mitarbeiterinnen, Förderer und Vereinsmitglieder, die uns ein Stück weit begleiteten, aber inzwischen ausgeschieden oder gar verstorben sind –
sie alle bilden das Universum des Kulturhauses Osterfeld, das vormals umstritten und hart umkämpft war, mit einer Stimme Mehrheit im Gemeinderat beschlossen wurde – heute aber als Glanzpunkt und Leuchtturm nicht mehr aus der Pforzheimer Kulturlandschaft wegzudenken ist. 

Dies gilt es zu feiern: mit einer Festschrift „Streiflichter“, mit einer Foto- ausstellung „#Osterfeld25+“, mit einer „Jubiläumsshow“ an zwei Abenden und mit einem „Tag der Offenen Tür“ (s. Seiten 10-11). Zum Mitfeiern und zum Besuch der anderen Veranstaltungen, die in diesem Heft angezeigt werden, möchte ich Sie herzlich einladen.

Ihr
Reinhard Kölmel
Vorsitzender des Kulturhaus Osterfeld e.V.

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